Sonntag, 4. Januar 2026

 3.1., Sal, Espargos

Hat der Dreckhund nebenan doch tatsächlich die Keramik des Gemeinschaftshäusls vollgeflötzt und es nicht für notwendig erachtet, die Klobürste zu verwenden, beschwert sich die Süße bei mir, und es fühlt sich so an, als ob mich eine diffuse Mitschuld daran träfe. Da hilft nur mehr ein Strandtag ohne wenn und aber mit unterhaltsamem Panoptikum bei Livemusik. 

Kinder, die sich dabei abwechseln, auf einem großen LKW- Reifen rückwärts laufend über den Strand zu rollen, Tänzer, die geduldig ihre Tanzschritte üben, Väter, die die Kinderwagerl ihrer Anhängsel durch den Sand zerren. Einheimische, die mit Hanteln trainieren, deren Gewichte aus in Kübeln gegossenem Beton bestehen. Menschen flanieren mit Surfboards, gaberln sich Bälle zu, Frauen posieren mit Entengesichtern, Fischer mit Harpunen schieben ihren Fang durch die Gegend. Ab und zu brandet Applaus auf, das sind die Engländer, die auf großen Bildschirmen Fußball schauen. 

Bleichgesichter mit frisch geflochtenen Zöpfchen, zu gut gelaunte Schmuckverkäufer und Keiler, Muskelmenschen, Plastiktitten, Insulaner mit freiheitsberaubten Affen an der Leine, konzentrierte Drohnenpiloten, Menschen mit frisch gestochenen Tatoos unter Frischhaltefolie, patrouillierende Bullen in Allrad-SUV´s, aber ansonsten keine besonderen Vorkommnisse.


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